Land über’m Meer

Wo kommst du her?
Ich komm aus dem Land über’m Meer
Ster­bens­müd, tränen­schwer.
Wie war es dort?
Dort gab’s Heuche­lei, Hass und Mord.
Liebe war nur ein Wort.

Ich wollte ihre Gefühle, doch sie gaben mir Geld.
Ich suchte die Sehn­sucht und sah nichts als Gier.
Ich träumte von einem Garten und fand nur ein Feld.
Ich wollte ein Zuhaus, doch ich stand vor der Tür.

Was trieb dich her?
Ich wollt nicht die Welt, ich wollt mehr.
Fiel die Flucht mir auch schwer.
Das, was mir fehlte war Wärme, doch sie waren wie Eis.
Ich wollte das Herz und bekam einen Stein.
Ich bat sie um etwas Hoff­nung, sie spra­chen vom Preis.
Ich hab ange­klopft, doch man ließ mich nicht rein.
Wo gehst du hin?
Ich bleib in dem Land, wo ich bin.
In dem Land in mir drin.

Juliane Werding

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