Von der AFD ist man ja gewohnt, dass sie ihren Rassismus in jeglicher Form unter die Leute bringt. Beliebt ist dabei seit einigen Jahren, dass die allgemein als rechtsextremistisch angesehene Partei fordert, in bestimmten Zusammenhängen die Vornamen der betreffenden Personen zu erfahren. Hintergrund ist natürlich, dass dabei zum Beispiel bei Straftaten mehr Mohammeds als Michaels herauskommen soll, was dann als Argumentation dient, dass Mohammeds = Ausländer krimineller wären als Michaels = gute Deutsche.
So hat die AFD-Bundestagsfraktion jetzt nach den häufigsten Vornamen derjenigen gefragt, die in Deutschland Bürgergeld beziehen. Man kann davon ausgehen, dass wieder die gleiche Intention dahintersteckt: Die faulen Ausländer nehmen den fleißigen Deutschen ihr Bürgergeld weg. Dumm nur, wenn das Ergebnis anders ausfällt, als erhofft. Die häufigsten Vornamen von Bürgergeldempfängern in Deutschland lauten Michael, Andreas, Thomas und Daniel — alles Namen, die bei “Biodeutschen” mittleren und älteren Datums sehr beliebt sind. Erst auf Platz 5 steht mit Olena ein ausländischer Name, er hat seinen Ursprung in der Ukraine.
Der Stand dieser Antwort des Bundesarbeitsministeriums bezieht sich auf Juni 2025, ist also hochaktuell. Mal abwarten, ob aus der AFD jetzt die Forderung kommt, dass man den Deutschen das Bürgergeld kürzen oder streichen sollte, weil sie zu faul wären, arbeiten zu gehen.
Foto: Marius Angelmann
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Die AfD ist und bleibt für all jene unwählbar, die für unsere Demokratie einstehen. Und es gibt leider keinerlei Anzeichen, dass sich diese Partei irgendwann ändern wird. Jeden Tag aufs Neue treten die AfD und ihre Ableger Humanismus und Frieden, die Grundprinzipien einer freien Gesellschaft mit Füßen und versuchen, dem Faschismus Stück für Stück die Tür zu öffnen. Sie wollen die Bevölkerung radikalisieren und empfänglich machen für den Faschismus. Ein friedliches, freiheitliches und menschenwürdiges Leben in Deutschland kann nur ohne die AfD funktionieren.