Warum es keine Heftstaben gibt

Wir alle kennen Buch­sta­ben. Sonst könnte man diesen Text auch gar nicht schrei­ben oder lesen. Aller­dings habe ich mich schon öfter gefragt, woher dieses Wort über­haupt stammt: Buch­stabe.

Natür­lich habe ich zuerst an Bücher gedacht. Die Guten­berg-Bibel war vor rund 570 Jahren das erste Buch, das mit beweg­li­chen Lettern gedruckt wurde. Sie machte nicht nur das Lesen in brei­te­ren Bevöl­ke­rungs­schich­ten möglich, sondern setzte auch einen Stan­dard für die Recht­schrei­bung. Deren Buch­sta­ben waren aus heuti­ger Sicht noch sehr verschnör­kelt, oft aufwän­dig verziert, manche glichen klei­nen Kunst­wer­ken. Jedoch waren sie nicht für ursäch­lich für die Herkunft des Wortes Buch­stabe.

Es gibt heute zwei Theo­rien, woher der Begriff stammt. Manche nehmen den zentra­len Strich in alten Runen als Quelle des Wort­teils „stabe“ = Stab. Dies soll sich später zu Zeiten des Buch­drucks erhal­ten haben, obwohl man längst nicht mehr in Runen schrieb. Gegen diese Theo­rie spricht, dass es den Begriff bereits vor dem Buch­druck gab.

Anders­lau­tend ist die Meinung, dass sich das Wort zusam­men­setzt aus dem Wort „Buche“ und „Stab“. Lange vor der Erfin­dung des Buch­drucks wurden Wörter in Holz­bret­ter geschrie­ben. Dafür eignete sich beson­ders das Buchen­holz. Demnach nannte man diese Bret­ter Buchen­stab, woraus sich der heutige Begriff entwi­ckelte. Histo­ri­ker und andere Wissen­schaft­ler sind sich nicht einig über die tatsäch­li­che Herkunft des Wortes. Es gibt auch keine Heft­sta­ben, nur Buch­sta­ben. Sicher ist jedoch, dass es ursprüng­lich nichts mit Büchern zu tun hatte. Auch wenn sie heute vor allem darin vorkom­men.

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