Wer heute die Kreuzberger Yorckstraße an der Großbeerenstraße geradeaus schaut, sieht dort die breit ausgebaute Hornstraße mit dem Mittelstreifen, die auf dem ursprünglich geplanten Verlauf des Wegs liegt. Doch die Yorckstraße biegt dort leicht links ab. Aber warum machen die Yorckstraße und die Bülowstraße in Schöneberg einen Knick nach Süden?
Als in den 1860er Jahren der Straßenzug vom Hermannplatz Richtung Westen geplant wurde, sollte die Straße schnurgerade bis zum (heutigen) Breitscheidplatz führen. Während sie schon im Bau war, protestierte die Bahngesellschaft, weil sie südlich des Landwehrkanals gerade die Güter- und Betriebsbahnhöfe erheblich erweiterte. So musste die Straße 400 Meter nach Süden an die engste Stelle verschwenkt werden, wo trotzdem noch 45 Brücken nötig waren, um die neue Yorckstraße dort entlangzuführen.

Schreibe den ersten Kommentar