Buckow im Süden Neuköllns hat eine Besonderheit: Es besteht aus zwei Teilen, die durch einen anderen Ortsteil getrennt sind. Der alte Dorfkern („Buckow 1“) liegt weiter südlich, das kleinere „Buckow 2“ nördlich. Dazwischen befindet sich seit der Bezirksreform im Jahr 2002 der Ortsteil Gropiusstadt, der vorher größtenteils zu Buckow gehört hat.
Die beiden Buckows unterscheiden sich sehr. Während Buckow 1 seinen dörflichen Charakter bewahrt hat, ist Buckow 2 wesentlich städtischer geprägt. Von diesem Teil Buckows wurde auch die Gropiusstadt abgezweigt.
Das kleine historische Zentrum um die Straße Alt-Buckow mit alten Höfen, Kirche und Dorfanger wirkt noch wie ein altes Brandenburger Dorf. Wenn man sehen will, wie Buckow vor den Wohnsiedlungen aussah, dann hier. Dabei gab es hier schon vor über 100 Jahren eine Straßenbahn. 1913 verlängerte die Große Berliner Straßenbahn ihre Linie 28 bis in den Ortskern von Buckow. Sie wurde jedoch 1964 eingestellt.
In der Dorfkirche befindet sich die wahrscheinlich älteste Kirchenglocke Berlins, ca. aus dem Jahr 1250. Rund um den Anger stehen auch mehrere im 19. Jahrhundert errichtete Häuser unter Denkmalschutz. Südlich davon geht die Bebauung in offene Felder über, was zu langen Spaziergängen einlädt.
Buckow ist nicht der Ort für große Bühnen, sondern für Kultur im kleinen, warmen Rahmen. Rund um die Dorfkirche und den alten Anger finden immer wieder kleine Konzerte, Lesungen oder Feste statt. Es gibt an unterschiedlichen Orten regelmäßig Flohmärkte und Workshops.
[ Berlin und seine Ortsteile ]
Foto: Wolfgang Leese
Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0


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