Erinnerungen

11 • Ballett und Führerkorso

Recht fern noch blieb mir in dieser Zeit, nur wahr­ge­nom­men als eine Beson­der­heit meiner Schwes­tern, die sie von ande­ren Mädchen unter­schied, der Ballett­un­ter­richt der beiden. Ota, bei der Inge seit ihrem vier­ten Lebens­jahr lebte, hatte […]

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10 • Rollschuhlaufen und Eis essen

Im Vorder­haus wohnte auch der Haus­be­sit­zer Ensco­na­tus, dessen Frau mir als gütige weiß­haa­rige Dame in Erin­ne­rung ist, wahr­schein­lich auch wegen der Episode mit dem Fünf-Mark-Stück! Damals zahlte man seine Miete direkt in bar beim Vermie­ter. […]

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9 • Die Geschäfte

Zurück zur Pritz­wal­ker Straße 5. Sie sieht heute ganz anders aus. Nicht nur, dass sie von Türken bewohnt wird, die meis­ten Häuser sind ja durch Neubau­ten ersetzt worden, der ganze Verlauf ist irgend­wie anders. Vor […]

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8 • Die Bekannten

Zu den vielen „Bekann­ten“ meiner Mutter gehörte in erster Linie Tante Anna. Woher kannte meine Mutter sie? Jeden­falls haben meine Eltern sich bei ihr kennen gelernt, denn sie wohnte damals im glei­chen Haus wie Vaters […]

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7 • Die Familie

Die Zeit in der Pritz­wal­ker Straße war eine Zeit inten­si­ver sozia­ler Kontakte, die meine Mutter pflegte, wobei ich nicht fehlen durfte.Fami­liär wäre da zuerst zu nennen Vaters älteste Schwes­ter Helene, genannt Tante Lene, eine viel […]

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6 • Hauch von großer Welt

In unse­rem noch gar nicht rich­tig erwähn­ten Schlaf­zim­mer stand das Ehebett und mein Kinder­bett, Traute hatte in der großen Diele ihre Schlaf­statt, später hing dieses Eisen­ge­stell gut sicht­bar in der ausge­brann­ten Ruine an der nack­ten […]

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5 • Stoffe aus Polen

Ganz früh die Erin­ne­rung an den Kriegs­aus­bruch, oder besser gesagt den Tag, als wir Abschied nahmen von meinem Vater, der in der Sickin­gen­straße auf dem still­ge­leg­ten Bahn­ge­lände mit seinen Kame­ra­den auf den Abmarsch wartete. Wir […]

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4 • Bobby und Mokkabohnen

Eine frühe und recht unscharfe Erin­ne­rung betrifft „Peter­chens Mond­fahrt“ im Thea­ter (m.E. am Nollen­dorf­platz): Bestri­ckende Eindrü­cke müssen es gewe­sen sein, und am eindrucks­volls­ten war für mich die „Blitz­hexe“, an die ich immer denken musste, wenn […]

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3 • Papiersalat und Marika Rökk

Die erwähnte Holz­bank diente mir im Übri­gen auch als Spiel­tisch. Ich saß dann auf einer Fußbank davor, ordnete die mir über­las­se­nen Papiere, welche ich zu zerschnei­den gedachte, um die möglichst kurios-bizarr kreuz und quer abge­schnit­te­nen […]

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1 • Die Pritzwalker Straße

Die Pritz­wal­ker Straße ist eine kleine Neben­straße der Turm­straße in Berlin-Moabit, gleich gegen­über dem altehr­wür­di­gen und Schre­cken gebie­ten­den Bau des Krimi­nal­ge­richts. Die ganze Gegend war in den 1930er Jahren ein Wohn­be­zirk der klei­nen Leute, aller­dings […]

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17 • In der Nazi-Zeit

Die ersten Nazi­fah­nen — so weit ich mich erin­nere — hingen in der Bandel­straße raus. Aber Jugend, also rich­tig so Jugend, haben wir eigent­lich nie gese­hen. Das waren dann alles eben SA-Leute oder so, aber […]

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14 • Im Kino

Ich bin meis­tens immer gegan­gen zur Turm­straße, Ecke Wils­na­cker, das hieß BTL. Das lag hinten im Hof, man kam von der Turm- und von der Wils­na­cker Straße rein. Ich weiß nicht, ob es das heute […]

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13 • Auf Arbeit

Das war als Jung­an­ge­stellte, so unge­fähr. Zuar­bei­te­rin im Schreib­ma­schi­nen­zim­mer, na, so die Murkel­ar­beit. Die Firma, das war eine Geld­schrank­fa­brik in Schön­holz in der Sommer­straße, am Bahn­hof Schön­holz, später in der Badstraße. Insge­samt war ich da […]

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12 • Schulzeit

Ich habe die Volks­schule besucht, zuerst die 206. Schule in der Siemens­straße bis zwölf Jahre, und dann bin ich in die welt­li­che Schule gekom­men, 1923. Das wissen die meis­ten Leute gar nicht, dass welt­li­che Schu­len […]

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09 • Arbeitslos

Wir hatten inso­fern Glück, dass mein Vater niemals arbeits­los war, das machte in der schlech­ten Zeit viel aus, als in vielen Fami­lien sehr viel Arbeits­lo­sig­keit war. Wir waren alle drei auch zusam­men arbeits­los, meine Schwes­ter, […]